„Ich wünsche Euch in diesem Jahr,

ein Weihnachten, wie es früher war.

Kein Hetzen zur Bescherung hin,

kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsche euch ein kleines Stück

von warmer Menschlichkeit zurück.“

(Verfasser unbekannt

Liebe IPA-Freundinnen und IPA-Freunde,

und wieder nähert sich mit großen Schritten das Jahresende. Die Vorweihnachtszeit, eigentlich eine besinnliche Zeit, ist auch in diesem Jahr von der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen, die das gesamte öffentliche Leben beeinflussen, geprägt. Wer hätte das noch vor Jahresfrist von uns gedacht? Die Stationen in den Kliniken sind wieder mit Corona-Erkrankten gut gefüllt. Andere Behandlungen z. B. schwerwiegende Krebs- oder Herzoperationen müssen zurücktreten. Wer so etwas einmal selbst oder in seinem unmittelbaren Verwandten- oder Bekanntenkreis erlebt hat, wird nachdenklich.

Aber ich will nicht klagen. Die Situation ist Euch allen aus den Medien hinlänglich bekannt. Und sie wirkt sich weiterhin auch auf die IPA aus.

Das Jahr 2021 war zunächst wieder von einem relativ langen „Lockdown“ bzw. von starken Kontaktbeschränkungen geprägt, bis wir ab dem Frühsommer wieder weitgehend eine wiedergewonnene Freiheit – wenigstens vorübergehend – genießen konnten. Bis dahin war auf allen Ebenen der IPA relativ Funkstille. Viele Veranstaltungen und Treffen fanden Pandemie bedingt nicht statt. Insbesondere war auch die Pflege von internationalen Kontakten nicht oder kaum möglich. Erst im Sommer konnte sich der Vorstand auf örtlicher Ebene wieder treffen und das Jahr planen.

Wir begingen in diesem Jahre unser 60jähriges Jubiläum als IPA-Verbindungsstelle Heilbronn. D.h. 60 Jahre internationaler Austausch innerhalb der Polizeifamilie, 60 Jahre Freundschaften, die über die IPA entstanden sind, 60 Jahre Anlaufstelle für aktive und pensionierte Kolleginnen und Kollegen durch gemeinsame Ausflüge, Sitzungen und andere Aktivitäten.

Im September konnten wir anlässlich unseres Jubiläumsjahrs unseren Mitgliedern einen Familienaufenthalt in Tripsdrill anbieten. Die Veranstaltung fand ausgesprochen großen Anklang und stieß mit seinem Erlebnis- und Wildpark und dem vielfältigen Angebot auf durchweg positive Resonanz, wie uns die vielen Rückmeldungen zeigten.

Anfang Oktober fand unsere Jahreshauptversammlung statt. Dabei hielten wir kurze Rückschau und Ausblick auf die anstehende Zeit. Der Vorstand und insbesondere auch unsere Kassiererin konnten nach Berichterstattung und Kassenprüfung einstimmig entlastet werden. Außer unseren Jubilaren, die für langjährige Mitgliedschaften Anerkennung erfuhren, wurde auch Edith Süßenbach für ihre nunmehr 27jährige Tätigkeit als Funktionsträgerin (Schatzmeisterin der IPA Heilbronn) geehrt.

Auf Landesebene hat sich Ende Juni anlässlich der Landesdelegiertentagung in Heidelberg ein neuer Vorstand konstituiert. Dieter Barth von der VS Esslingen ist als langjähriger Vorsitzender der Landesgruppe BW zurückgetreten und hat den Staffelstab an Julian Scholz von der VS Karlsruhe übergeben. Beim Nationalen Kongress Ende Oktober fand auch ein Wechsel in der Leitung der Deutschen Sektion der IPA statt. Horst Bichl hat den Bundesvorsitz an Oliver Hoffmann vom LKA BW übergeben, der seitdem die Geschicke deutschlandweit koordiniert und die IPA Deutschland auch international vertritt.

Derzeit befinden wir uns wieder in einer Phase, wo wir uns nicht ohne Not durch weitere Treffen und Veranstaltungen einem zusätzlichen Gesundheitsrisiko aussetzen wollen.

Das Jahr 2021 hatte mit Blick auf die Landtags- und Bundestagswahlen nicht nur politische Bedeutung. Mitte Juli kam es in einigen Teilen Deutschlands zu heftigen Unwettern, die insbesondere auch in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu einer Flutkatastrophe mit über 180 Toten und unvorstellbaren Schäden führte. Wir alle haben noch die TV-Bilder im Kopf. Die Wiederaufbauarbeiten werden noch lange andauern. In diesem Zusammenhang wurde auch innerhalb der IPA auf Landes- und Bundesebene erörtert, wie wir als Organisation helfen können. Die IPA betreibt einen Sozialfonds, der seinen Mitgliedern in Notsituationen hilft. So auch in diesem Fall! Mit Mitteln aus dem Sozialfonds konnte die größte Not einiger Mitglieder gelindert werden, die quasi über Nacht ihre Existenz verloren haben, und – was viel wichtiger ist – durch dieses Zeichen der Solidarität konnte vielen Menschen Mut gemacht werden, nicht aufzugeben und ihr Schicksal weiterhin in die Hand zu nehmen. Dabei hört man immer wieder aus den Notgebieten: „Aufgeben ist keine Option!“

Ich habe größten Respekt vor den Menschen mit dieser Einstellung, angesichts dessen, was sie tragen und erdulden müssen.

Mit dem Hinweis auf einen solchen Mut und eine solche Lebenshaltung wünsche ich Euch und Euren Familien und damit uns allen – im Namen des gesamten Vorstandes der IPA Heilbronn – ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches und vor allen Dingen gesundes neues Jahr!

Euer

Andreas Mayer

-Verbindungsstellenleiter-