IPA GOES BUGA

Die IPA Heilbronn nutzte in diesem Jahr die Gelegenheit die eigenen Mitglieder sowie IPA Freunde der angrenzenden IPA Verbindungsstellen zur Bundesgartenschau einzuladen.

Der Einladung waren mehr als 30 IPA-Freunde gefolgt. Nachdem wir uns am Haupteingang getroffen hatten, ging es auf direktem Weg zur Wein-Villa, wo für uns ein kleiner Nebenraum bereitgehalten wurde. Schon auf dem Weg dorthin, sahen wir uns gezwungen, an einer Ausstellung von Polizeifahrzeugen anzuhalten und die Fahrzeuge früherer Polizeigenerationen zu besichtigen. Hier entstand auch das Bild. Unsere Kassiererin Edith Süßenbach, gleichzeitig Stadt- und BUGA-Führerin, erklärte sich bereit, uns die Geschichte des BUGA-Geländes und der BUGA selbst in einem kurzen Rundgang näher zu bringen. Dabei erfuhren wir, dass die BUGA auf einer 40 Hektar großen Fläche, einer alten Industriebrache, dem ehemaligen Hafengelände Heilbronns, dem sog. Fruchtschuppenareal entstand. Die BUGA sollte nicht nur eine Gartenausstellung werden, sondern auch eine Stadtausstellung mit neuen Wohnideen sein.

In Vorbereitung der BUGA wurden 600.000 m³ Boden innerhalb des Geländes bewegt (das entspricht einer Lkw-Schlange von München bis Köln). 500.000 m³ wurden vor Ort wieder verbaut, zum Beispiel zu einem Lärmschutzwall im sog. Seepark. Zuvor musste Schrott von mehr als 300 Tonnen aus dem Boden geholt und Kampfmittel aus dem II. WK von mehr als 13 Tonnen entsorgt werden. Nebenbei kamen auch Fundstücke wie ein 35 m langer Schiffsbug und zugehöriger Anker, Hafenpoller, Eisenbahnwagen und Tresore zum Vorschein.

Unmittelbar an das Areal angrenzend liegt der „Campuspark“, ein gewachsener Park mit altem Baumbestand. Heilbronns größte, 165 Jahre alte Platane, schlägt dort Wurzeln. Der Campuspark ist Bindeglied zwischen dem Bundesgartenschaugelände, der Innenstadt und dem neuen Hochschulviertel „Bildungscampus“.

Von Deutschlands größtem Science-Center, der Experimenta, bis ins neue Industriegebiet Wohlgelegen entstand der traumhaft schöne Neckaruferpark mit neu angelegten Ufern entlang des Flusses. Natürlich gab es auch zahlreiche Blumenschauen: Reisen in florale Welten – über die Dauer der BUGA wurden 23 Blumenschauen in neuem Gewand präsentiert. Die Gärten entführten uns ins sogenannte Inzwischenland, in die Welt der Pilze, alter Obstsorten, der Heilpflanzen oder des weißen Golds, dem Heilbronner Salz. Nicht vergessen werden dürfen dabei die heimischen „Wengerter“ (Weingärtner oder auch Winzer). Am Rande des Inzwischenlands wurde ein Weinberg gepflanzt und damit ins Bewusstsein gerückt, welche Bedeutung dem Wein und Weinbau in Heilbronn und Umgebung zukommt. Weiter wurde ein temporärer Energiewald mit 1.700 schnell wachsenden Pappeln gesetzt, die nach 2019 geerntet und als Energiepflanzen verwertet werden. Der Rosengarten erinnerte an eine unebene Dünenlandschaft. Sie stand tatsächlich Pate. Den Rest übernahmen 6.500 Pflanzen, die ein buntes Bild mit verschiedenen Farbverläufen malten.

Vom Hafenpark aus, am westlichen Rand des Gartenschaugeländes, hatte man freien Blick auf die Landschaften der Bundesgartenschau und die von Weinbergen umgebene Stadt.

Inmitten des Gartenschaugeländes wurde ein großer See, der Karlssee, angelegt. Er ist rund 2 Hektar groß und dient den künftigen Bewohnern des neuen Stadtteils Neckarbogen als Erholungsgebiet. Hier wohnten schon während der BUGA bereits 600 Menschen. Nach den Plänen der Stadt Heilbronn sollen in zehn bis fünfzehn Jahren hier ca. 3500 Bewohner ihr Zuhause bekommen.

In der Wein-Villa ließen wir bei guter Unterhaltung und Austausch von Erfahrungen und Erinnerungen den Tag gemütlich ausklingen. Rundherum eine gelungene Veranstaltung mit neuen und interessanten Erkenntnissen.